Thema:

Tibet richtet das 2. Tsampa-Kulturfestival aus

Datum: 11.10.2018, 08:46 Quelle: China Tibet Online

In der zweiten Septemberhälfte hat die Hochlandgerste, eine Getreideart, die auf hohen Lagen wächst, in Tibet die Endphase erreicht. Am 28. September hat das Viertel Doilungdêqên in Tibet das zweite Tsampa-Kulturfestival ausgerichtet.

Traditionell ernähren sich Tibeter in erster Linie von Tsampa, das vor allem aus Hochlandgerste gemacht wird. Hochlandgerste ist eine einzigartige Getreideart des Hochplateaus Qinghai-Tibet. Außerdem ist es das wichtigste Nahrungsmittel des tibetischen Volkes. Nach offiziellen Angaben Tibets wird sich die diesjährige Ernte der Hochlandgerste Tibets auf 800.000 Tonnen belaufen und kann dadurch den Bedarf des Volkes vollständig decken.

In Tibet ist das Tsampa der Gemeinde Gurum, das durch wasserangetriebene Mühlen gefertigt wird, in Lhasa sehr bekannt. Die Gemeinde Gurum hat eine Ackerfläche von 14.000 Mu (rund 933 Hektar) und produziert jedes Jahr rund 3,5 Millionen Kilo Hochlandgerste. Die Gemeinde Gurum hat sieben Genossenschaften und Unternehmen, die wasserangetriebene Mühlen haben. Sie müssen von anderen Hochlandgerste-Anbaugebieten massenweise Hochlandgerste beziehen. Jedes Jahr können sie über 25 Millionen Kilo Hochlandgerste verarbeiten und erwirtschaften einen Wert von nahezu 200 Millionen Yuan (etwa 25,3 Millionen Euro). Ein Teil des Tsampas aus Gurum wird sogar in Länder wie Nepal, Indien etc. verkauft.

Der Reporter hat gesehen, dass beiderseits eines Baches namens Curpu in der Gemeinde Gurum 108 wasserangetriebene Mühlen liegen: Die Einheimischen bestehen auf der Nutzung der Mühlen, die von Wasser angetrieben werden, so dass geröstete Hochlandgerste zur Verarbeitung zermahlen wird. Die Tibeter können leicht herausschmecken, welches Tsampa von Maschinen gefertigt und welches von wasserangetriebenen Mühlen produziert wird. Sie sind der Meinung, dass traditionelle Mühlen das Tsampa köstlicher schmecken lassen.

Gyibo, Zuständiger einer Tsampa-Genossenschaft des Viertels Doilungdêqên, sagte, dass man zuerst Hochlandgerste ernten, dreschen und waschen müsse, bevor man sie trocknen lassen könne. Danach röste man sie, bis sie breche. Zum Schluss verarbeite man sie mit wasserangetriebenen Mühlen.

“Neben traditionellem weißen und schwarz-lilafarbenem Tsampa haben wir in den letzten Jahren neue Varianten wie Erbsen-Tsampa und andere Hochlandgerste-Produkte entwickelt“, sagte Gyibo. Durch die kontinuierliche Nutzung von wasserangetriebenen Mühlen haben sie dafür gesorgt, dass die Tibeter der Gemeinde Gurum von Armut befreit worden sind.

Es heißt, das diesmalige Tsampa-Kulturfestival ziele darauf ab, die Touristen mit dem Anbau und der Ernte von Tsampa, den einzigartigen Verarbeitungsmethoden von Tsampa in Tibet usw. vertraut zu machen. Kürzlich hat das Viertel Doilungdêqên beschlossen, über 5 Millionen Yuan (rund 632.063 Euro) zu investieren, um Infrastruktur wie Straßen usw. zu verbessern und die Mühlen am Bach Curpu der Gemeinde Gurum in Reiserouten aufzunehmen. Aller Voraussicht nach werden diese den Touristen zugänglich gemacht.

Quelle: www.chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020180824344348522404_副本.jpg
12345