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Die Wärter des schönsten „Himmelsweges“

Datum: 01.11.2018, 10:50 Quelle: China Tibet Online

Viele Touristen, die mit dem Zug nach Tibet gefahren sind, haben solche Erinnerungen: Wenn der Zug schnell auf dem weiten Hochland fährt, sowohl im weißen Winter als auch im grünen Sommer, sieht man immer an der Zugstrecke stehende Menschen, die dem Zug winken. Ihre Gestalten verschwinden allmählich, aber geben den Touristen Sicherheit.

Am 1. Juli 2006 wurde die Zugstrecke Qinghai-Tibet, die als „Wirtschafts-, Öko-, Einheits- und Glückslinie“ Tibets bezeichnet wird, in Betrieb genommen. Seitdem gibt es eine Gruppe von stillen Wärtern für diesen wunderschönen „Himmelsweg“. Es sind berufliche Teammitglieder für die Instandhaltung der Zugstrecke des Autonomen Gebiets Tibet. Die meisten von ihnen waren früher normale Bauern und Viehhirten entlang der Zugstrecke Qinghai-Tibet.

Der Leiter des Teams Damquka im Kreis Damxung in der tibetischen Stadt Lhasa, Tupdan Tashi, der seit 13 Jahren die Zugstrecke Qinghai-Tibet pflegt, erzählt über die alltägliche Arbeit. Jeden Tag gibt es entlang der Zugstrecke auf einer Höhenlage von mehr als 4000 Metern eine Früh- und eine Spätschicht. Jede Schicht dauert zwölf Stunden. Jedes Teammitglied muss 15 bis 20 Kilometer zu Fuß patrouillieren, um sicherzustellen, dass jeder Zug sicher und stabil durchfährt.

Seit 2006 gibt es dank der Mühen aller Mitglieder des Teams Damquka in diesem Abschnitt keinen einzigen Verkehrsunfall. Tupdan Tashi war früher Soldat. Seit der Inbetriebnahme der Zugstrecke Qinghai-Tibet beschäftigt er sich im Team Damquka mit der Pflege der Zugstrecke. In den vergangenen 13 Jahren hat er verschiedene Schwierigkeiten und Herausforderungen erlebt, ist aber nie zurückgezogen.

Tupdan Tashi sagt, das Alltagsleben der Teammitglieder sei sehr unpraktisch, weil sie weit von den Städten entfernt arbeiten. Sogar dauere es einen Tag, einmal zum Friseur zu gehen. Was noch schlimmer sei, sei die Tatsache, dass sie wegen der lokalen natürlichen Bedingungen in einem langen Zeitraum im Jahr kein frisches Gemüse essen konnten. Die Wärter seien trotz dieser Schwierigkeiten nicht zurückgeschreckt. Unter der Leitung von Tupdan Tashi hätten sie den Boden umgegraben und ein halbunterirdisches Treibhaus errichtet, genau wie die Truppen zur Bodenerschließung und -bestellung. Darin bauen sie frisches Gemüse wie Pak Choi, Paprika und Aubergine an. Viele Bauern und Viehhirten seien extra gekommen, um aus dieser Erfahrung zu lernen, nachdem sie sich darüber informiert hatten.

Mittlerweile ist nicht nur das Problem des Gemüse-Essens gelöst worden, sondern viele Menschen haben verschiedene Fertigkeiten erlernt, wie zum Beispiel Fahrzeuge zu reparieren, Wasser-, Elektro- und Holzarbeit zu machen, Haare zu schneiden und zu kochen. Die Wärter können den Eigenbedarf im Alltagsleben im Großen und Ganzen mit Eigenmitteln decken. Sogar haben manche Mitarbeiter mit den hier erlernten Fertigkeiten eine Existenz gegründet und sind Geschäftsleute geworden.

Quelle: chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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