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Penba: Rehabilitation von Menschen mit Behinderung bedarf nach wie vor großer Aufmerksamkeit

Datum: 27.05.2020, 09:26 Quelle: China Tibet Online

Kurz vor der Fahrt nach Beijing zur Teilnahme an der diesjährigen Tagungen des Nationalen Volkskongresses (NVK) und des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) ist das PKKCV-Mitglied Penba, die früher als Chefärztin des Rehabilitationszentrums für Menschen mit Behinderung im Autonomen Gebiet Tibet tätig war, wieder zu ihrer alten Arbeitsstelle, bei der sie mehr als zehn Jahre gearbeitet hat, zurückgekehrt.

Penba ging hinüber zu Tenzen Drolkar, einem 4-jährigen Patienten mit schwerer Zerebralparese, und setzte sich, um mit dem Rehabilitationstherapeuten zusammen dem Patienten eine Massage zu geben. Penba kann sich nicht mehr daran erinnern, wie viele Patienten mit schwerer Zerebralparese sie in den vergangenen 16 Jahren behandelt hat.

Im Jahr 2004 wurde Penba nach erfolgreicher Prüfung vom Krankenhaus der tibetischen Medizin Nyingchi in das kürzlich gegründete Rehabilitationszentrum für Menschen mit Behinderung im Autonomen Gebiet Tibet aufgenommen. „Zu dieser Zeit kamen kaum Menschen zur Reha. Der Grund dafür war nicht, dass niemand in Tibet diese Behandlung brauchte, sondern dass die Menschen nicht das Bewusstsein für Rehabilitation hatten“, sagte Penba.

Um mehr Menschen mit Behinderung über Rehabilitation zu informieren, gingen Penba und ihre Kollegen oft zu den Häusern von Menschen mit Behinderung in einigen Gemeinden rund um Lhasa, brachten ihnen einfache Massagetechniken bei und erinnerten sie an die Dinge, auf die sie in ihrem täglichen Leben achten müssen. Darüber hinaus brachten sie ihnen von Zeit zu Zeit die Rolle des Rehabilitationszentrums nahe. „Die Menschen gewannen allmählich ein erstes Verständnis für diesen Bereich“, erinnerte sich Penba.

Sie studierte tibetische Medizin an der Tibet-Hochschule der Tibetischen Medizin. Sie wurde zunächst dem Hydrotherapie-Raum zugewiesen, als sie in das Rehabilitationszentrum für Menschen mit Behinderung kam. Sie stellte fest, dass die im Reha-Zentrum angewandte Hydrotherapie dem Heilbad der tibetischen Medizin ähnelt und fragte sich, ob man die beiden miteinander verbinden könnte. Nach vielen Experimenten mit den Kollegen hat sich eine „tibetische Rehabilitationshydrotherapie“ mit tibetischen Eigenheiten herausgebildet, die hervorragende Wirkungen für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung, insbesondere von Kindern mit Zerebralparese, hat.

„Im Laufe der Jahre hat diese Kombination aus Hydrotherapie und Rehabilitationstraining eine Vielzahl von Menschen mit Zerebralparese und Hemiplegie geheilt. Viele kranke Kinder konnten nach ihrer Genesung zur Schule und zur Arbeit gehen, haben geheiratet und Kinder bekommen“, sagte Penba erfreut.

Die 16-jährige Berufserfahrung lässt Penba allmählich erkennen, dass es als Rehabilitationshelferin für Behinderte am notwendigsten ist, den „alten tibetischen Geist“ zu etablieren und keine Angst vor Schmerz und Leid zu haben. „Die meisten Patienten, die hierherkommen, sind nicht in der Lage, im Leben für sich selbst zu sorgen. Manchmal erleben sie während der Reha noch Harn- und Stuhlinkontinenz. Wir dürfen nicht über Schmutz und Müdigkeit klagen. Wir müssen alle Probleme mit Geduld und Liebe entschärfen“, so Penba.

Durch mehrjährige Berufserfahrung und viele Untersuchungen an der Basis fand Penba heraus, dass die meisten Kinder mit angeborener Zerebralparese von der Basis und aus armen Familien stammen. Deshalb will sie als PKKCV-Mitglied immer mehr Appelle für diese Gruppe machen und die Aufmerksamkeit der breiteren Gesellschaft darauf lenken, um an der Quelle zu vermeiden, dass diese Tragödie jede Familie trifft.

Sie sagte, dass sich das Rehabilitationszentrum für Menschen mit Behinderung im Autonomen Gebiet Tibet von einer bloßen umfassenden Dienstleistungsabteilung zu einer Institution mit einer Abteilung für physische Rehabilitation, einem Raum für tägliches Training, einer Beratungsabteilung und einer Abteilung für psychologische Rehabilitation und spirituelle Prävention und Kontrolle entwickelt habe. Penba führte aus: „Auf den diesjährigen Tagungen werde ich weiterhin aktiv die aktuellen Probleme und zukünftigen Entwicklungsperspektiven der Rehabilitation von Menschen mit Behinderung widerspiegeln und nach mehr professionellen Talenten suchen, die nach Tibet kommen wollen, um zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderung in Tibet beizutragen, und die gesamte Gesellschaft auffordern, der Rehabilitation von Menschen mit Behinderung gemeinsam aufmerksam zu verfolgen.“

Quelle: Tibet Daily

(Redakteur: Daniel Yang)

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